Worauf ich meine Aufmerksamkeit richte,
dorthin fließt meine Lebenskraft.
Mein Konzept

Der Titel "Entscheidung für ein erfülltes Leben" sagt es bereits: Sie können selbst bestimmen, wie Sie sich in Ihrem Leben fühlen und wie Ihr Leben aussieht! Sie mögen hier sicherlich widersprechen mit dem Hinweis, dass sich Ihre Mitmenschen, Ihr Partner, Ihre Kollegen etc. sich oft in einer Art verhalten, dass Sie gar nicht anders können, als sich darüber zu ärgern, sich aufzuregen, zu hadern und, als weitere Folge, sich schlecht, frustriert, deprimiert, unglücklich etc. zu fühlen. Ebenso häufig aber gibt es Ängste, insbesondere vor der Zukunft. Zitat aus einer Zeitung: "Wir leben in einer Welt, die kalt geworden ist und die uns Angst macht". Solch ein Satz symbolisiert das Lebensgefühlt vieler Menschen. Ängste vor Krieg und Gewalt, Umweltvergiftung, Arbeitslosigkeit und Existenzverlust, Unfälle und Krankheit, Verlust von Zuwendung anderer sind nur Beispiele für die vielfältigen Anlässe für Ängste und Beklemmungen.

Wird uns wirklich zugemutet, in dieser Welt mit diesen Menschen nur noch am Rande eines drohenden Nervenzusammenbruches und erfüllt mit Ängsten leben zu können? Gewiss eine provokante Frage. Aber durch ungewohnte Fragen können wir neuen Antworten näher kommen.

Welch ein Widerspruch! Besonders in den letzten 150 Jahren feiern wir einen Fortschritt nach dem anderen auf allen Gebieten, Fortschritte mit dem Ziel, dass wir es besser haben. Bei so viel Erfolgen müssten mir diesem Ziel doch näher gekommen sein. Aber die Realität sieht ganz anders aus. Also stellt sich doch die Frage, was hier nicht stimmen kann. Sind unsere Strategien und Denkweisen wirklich hilfreich gewesen? Wo sind die Alternativen?

1. Selbstbestimmung

2. Vertrauen

All die von mir beschriebenen Möglichkeiten sind keine Theorie, sondern haben sich aus der aufmerksamen Beobachtung der menschlichen Beziehungen und Probleme bereits seit Jahrhunderten, ja, Jahrtausenden entwickelt. In der beratenden und therapeutischen Arbeit mit Menschen zeigt sich aber immer wieder, dass es wirklich so funktioniert und es in der Tat möglich ist, einen guten Weg in die Richtung der Problemlösung und eines erfüllten Lebens zu gehen.

Dabei ist mir wichtig festzuhalten, dass es sich hierbei immer um Möglichkeiten handelt, Zusammenhänge zu sehen und Lösungen zu finden. Ich beanspruche nicht, die "Weisheit der Welt" zu verkünden, sondern bin ein "Mensch", der lediglich seine Sensibilität nutzt, Zusammenhänge zu erkennen und sich deshalb innerlich reich fühlt. Es soll Ihnen Anregungen geben, selbst Ihre eigenen Erkenntnisse und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Sie haben die Freiheit!

Dazu bedarf keiner besonderen oder schwierig herzustellenden Voraussetzung, sondern lediglich einem wachen Geist und die Bereitschaft, bisherige Denk- und Verhaltensmuster in Frage zu stellen. Hat es bislang so funktioniert, wie Sie es sich vorgestellt haben? Nein?

Nun, dann sind Sie bereit für eine neue Strategie, nicht wahr?

 

1. Selbstbestimmung statt Abhängigkeit
E
ine innere Haltung, die in unserer Gesellschaft tief verwurzelt ist und eine wichtige Ursache für die Probleme vieler Menschen darstellt: die Opferrolle. Viele fühlen sich regelrecht als Opfer der Worte und dem Verhalten anderer und "können gar nichts dafür", dass sie sich schlecht fühlen. Verhält der andere sich gut, fühlt man sich gut, verhält der andere sich mies, fühlt man sich mies. Das eigene Befinden ist also abhängig von dem Verhalten anderer. Diese Abhängigkeit kann jedoch keine Basis für ein gutes Lebensgefühl sein!

Solange Sie die Ursache eigener Probleme im Verhalten anderer sehen, solange haben Sie sich dazu entschieden, dass sich an den eigenen Problemen sich nichts ändern wird! Damit will ich in keinster Weise das erbärmliche Verhalten mancher Menschen verharmlosen. Aber warum geben Sie ausgerechnet solch einem Verhalten die Macht und den Einfluss, darüber zu bestimmen, wie es Ihnen geht? Warum halten Sie an vielen Denk- und Verhaltensmustern fest, obwohl Sie in Ihrem Leben damit wenig positive Erfahrungen gemacht haben? Dabei denke ich z.B. an die (stille) Erwartungshaltung an andere, deren Folge in aller Regel Frust und Enttäuschung ist. Aber daran wird festgehalten, obwohl es einem noch nie gut getan hat!

Mein Konzept basiert auf dem Aufgeben der Abhängigkeitshaltung, dem Aufgeben des Opferrolle. Damit verbunden ist die Übernahme der eigenen Verantwortung für das eigene Leben und die eigenen Gefühle. Sie selbst sind der "Chef" und "Dirigent" in Ihrem Leben! Sie können autonom werden und nicht mehr auf ein bestimmtes Verhalten anderer Menschen angewiesen sein. Denn Sie können sich aus dem Kopf schlagen, das Verhalten anderer Menschen direkt verändern zu können. Sie können aber Ihr eigenes Denken und Handeln direkt ändern!

Diese Haltung führt nicht zur Isolation und bedeutet nicht das Aufgeben einer Gemeinschaft mit anderen Menschen, im Gegenteil! Es gibt so viele Mechanismen, die das Miteinander mit anderen belasten und erschweren und Ursache von Konflikten aller Art sind. Die Übernahme eigener Verantwortung entlastet und "entrümpelt" die Beziehung zu anderen und macht eine angenehme und bereichernde Beziehung erst möglich! Es gibt auf diesem Feld der "Entrümpelung" eine Menge spannender Erkenntnisse und Möglichkeiten zu entdecken!

Ebenso führt ein mehr eigenfürsorglicher Umgang mit sich selbst nicht zum Egoismus (zum Schaden anderer) und nicht zur Reduzierung der Zuwendung, die Sie anderen geben wollen. Im Gegenteil! Nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie effektiv anderen beistehen und haben es nicht mehr nötig, ein "Egoist" zu werden. Besonder wichtig ist aber, dass Sie dann nicht mehr sich belastet und geschwächt fühlen werden. Wird Ihnen wirklich zugemutet, Liebe in diese Welt nur unter dem Preis der eigenen Erschöpfung geben zu können? Kann das Geben von Liebe solch negative Wirkung haben?

Ich habe all diese Möglichkeiten in meinem Buch zusammengefasst:

Wie's weitergeht, wenn nichts mehr geht
Strategien in schwierigen Zeiten


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2. Vertrauen statt Zukunftsängste

Ängste scheinen viele Menschen fest im Griff zu haben. Ich habe die wichtigsten Anlasse schon genannt. Es scheint nicht mehr zu gelingen, zuversichtlich nach vorn zu schauen und damit die künftigen Aufgaben erfolgreich in Angriff nehmen zu können. Vielmehr scheinen diese Ängste regelrecht zu lähmen und die Kraft zu rauben. Dadurch natürlich entstehen neue Probleme, vor denen man weitere Angst haben kann. So entsteht eine regelrechte "Angst vor der Angst". Von einem guten Lebensgefühl sind viele Menschen dadurch weit entfernt.

Dabei ist Angst eine elementare und natürliche Funktion, die uns schützt und Energie bereit stellt. Erst in der Übersteigerung ("Teufelskreisläufe der Angst") treten die bekannten Probleme auf. Wir sind aber diesen Ängsten, wie auch jedem anderen Gefühl, nicht schutzlos und passiv ausgeliefert, sondern es sind letztlich Resultate unserer eigenen, oft durchaus unbewussten Gedanken. Verändern wir unsere Gedanken, verändern sich unsere Gefühle. So einfach und so schwer. Es gibt einen Jahrtausende alten Satz: Der Mensch wird nicht durch eine Situation beunruhigt, sondern durch seine Gedanken über diese Situation.

Sind wir Menschen nicht immer stolz auf unsere Fähigkeit des Denkens, vielmehr der Freiheit der Entscheidung, was wir denken? Warum wird diese Entscheidungsfreiheit so selten genutzt? Es gibt eine Unzahl von gedanklichen Fehlern, die oft unbewusst ablaufen, die uns aber daran hindern, unsere Herausforderungen konstruktiv meistern zu können. So verharren wir oft in einer "problemorientierten Denkweise" statt uns um eine "lösungsorientierte Denkweise" zu bemühen. Unsere eigene Energie fließt immer dorthin, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. So werden oft (sicherlich unfreiwillig) gerade den problematischen Situationen zusätzliche Energie gegeben und damit Lösungen behindert.

Ohne Vertrauen können wir nicht leben. Warum aber wird ausgerechnet jener Instanz, die wir "Leben" nennen und der unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung stehen, nicht zugetraut, eine Lösung für unsere Probleme bereit zu halten? Was sagt ein Freund, dem Sie sagen: "Ich bitte dich um einen Gefallen, aber ich misstraue dir."? Natürlich, so kann es nicht funktionieren. Und nun soll dies in einem größeren Maßstab plötzlich funktionieren? Wir können Lebensgesetzmäßigkeiten nicht nach Belieben verändern. Das Prinzip der Resonanz zeigt uns immer wieder: Was wir aussenden, erhalten wir zurück. Wenn wir dem Leben vertrauen, wird uns auch vertraut bzw. eine Lösung anvertraut.

Ängste können uns auf wichtige Aufgaben, die wir in uns tragen, hinweisen. Stellen wir uns diesen Aufgaben, kommen wir unserem Ziel eines erfüllten Lebens näher. Unsere Situation ist so, wie sie ist (auch Ängste gehören dazu). Sobald wir dies ohne Hadern akzeptieren (ohne es erfreulich finden zu müssen), sind wir frei und finden neue Energie, die Zukunft sinnvoll zu gestalten. Erst dann können wir Situationen schaffen, in denen Ängste allmählich nicht mehr benötigt werden.

Ich habe dieses Thema ausführlich dargestellt in meinem Buch:

Keine Angst vor morgen
Strategien für den Umgang mit Zukunftsängsten


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